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Und wieder ein neuer Vorsatz – Wie es mit der Zielerreichung endlich klappt

Artikel vom 20.05.2026

Sie möchten sich Ziele setzen, aber irgendwie scheitern Sie immer wieder? In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie gescheiterten Plänen den Kampf ansagen und realistische Pläne Schritt für Schritt in Ihren Alltag integrieren können.

Wer kennt es nicht: Zum neuen Jahr meldet man sich hochmotiviert im Fitnessstudio an, nimmt sich vor, jeden Tag zwei Stunden Sport zu machen und sich ab sofort perfekt zu ernähren. Vielleicht funktioniert das eine Woche lang ganz gut, doch mit der Zeit lässt die Motivation nach. Spätestens im Februar oder März kehren viele dann zu ihren alten Gewohnheiten zurück.

Ein häufiger Grund dafür ist, dass solche Vorsätze zu große und unrealistische Erwartungen enthalten. Der Körper braucht Zeit, um sich an neue Gewohnheiten zu gewöhnen. Wenn man zuvor wenig Sport getrieben hat, wird der Körper nicht von heute auf morgen Freude an intensiven Trainingseinheiten entwickeln. Ambitionierte Ziele können außerdem schnell überfordern – und wenn Erfolgserlebnisse ausbleiben, sinkt die Motivation zusätzlich.

Unser Tipp

Unser Tipp ist daher, sich bei der Zielsetzung am SMART-Prinzip zu orientieren - hier dargestellt am Beispiel Sport:

Spezifisch - Formulieren Sie Ihr Ziel möglichst konkret. 

Was bedeutet „mehr Sport“ für Sie? Welche Sportart möchten Sie ausüben und wie genau soll sie durchgeführt werden?

Messbar - Legen Sie messbare Größen fest. 

Wie viel Zeit möchten Sie pro Woche für Bewegung aufbringen? Wie viele Schritte möchten Sie täglich gehen? Nur messbare Ziele zeigen Ihnen, ob Sie Ihr Ziel erreicht haben oder wie nah Sie ihm gekommen sind.

Attraktiv - Wählen Sie Aktivitäten, die Ihnen Freude machen. 

Wer Joggen nicht mag, wird sich kaum dauerhaft dazu motivieren können. Suchen Sie sich daher Bewegungsformen, die Ihnen wirklich liegen.

Realistisch - Setzen Sie sich erreichbare Ziele. 

Zu große Veränderungen auf einmal führen häufig zu Überforderung. Kleine Schritte sind langfristig meist erfolgreicher.

Terminiert - Geben Sie Ihren Zielen einen zeitlichen Rahmen. 

Klare Zeitpunkte helfen dabei, das Ziel nicht immer wieder aufzuschieben.

Ober- und Unterziele zur Motivation

Hilfreich kann es außerdem sein, Oberziele und Unterziele zu definieren. Das Oberziel beschreibt den gewünschten gesundheitlichen Zustand oder das langfristige Trainingsziel (Bspw. so viel Sport zu machen, wie die WHO empfiehlt), während Unterziele konkrete Verhaltensschritte auf dem Weg dorthin darstellen.

Oberziel:

Ich erhöhe meine Fitness so, dass ich in 6 Monaten 30 Minuten zügig gehen kann (ca. 6 km/h).

Unterziele (Beispielhafte Auswahl):

Diese Woche gehe ich Montags und Mittwochs nach dem Mittagsessen 15min spazieren.
- Dabei erhöhe ich meine Gehzeit jede Woche um 5 Minuten.
Außerdem erreiche ich an mindestens fünf Tagen pro Woche 4.000 Schritte, gemessen mit meinem Schrittzähler.
- Ich erhöhe dabei meine Schrittzahl jede Woche um 1.000 Schritte. 

KISS - so einfach wie möglich

Falls Ihnen das SMART-System zu komplex erscheint, kann auch ein einfacheres Prinzip helfen: 

KISS ─ „Keep it simple, stupid“

Neue Gewohnheiten müssen nicht kompliziert sein. Eine Routine mit vielen einzelnen Schritten kann schnell überfordern und wird dann oft wieder aufgegeben. Versuchen Sie deshalb, Ihre neue Bewegungsroutine so einfach und alltagsnah wie möglich zu gestalten.

Fazit

Nachhaltige Verhaltensänderung basiert nicht auf maximaler Motivation, sondern auf kluger Struktur und realistischer Planung. Ob SMART oder KISS: Entscheidend ist, dass Ihre Ziele erreichbar, alltagsnah und langfristig umsetzbar sind. Denn am Ende gilt: Nicht der perfekte Plan bringt Sie weiter - sondern der, den Sie tatsächlich durchhalten.


Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Psych. Uwe Machleit

Herr Uwe Machleit, Dipl. -Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Supervisor und Hypnotherapeut, wohnt in Hattingen, studierte in Bochum. 1988 Fortbildung in ambulanter Adipositastherapie in der Sandoz Nutrition Academy Minneapolis, USA. Aufbau und Leitung des ambulanten interdisziplinären Adipositaszentrum am Krankenhaus in Bochum-Linden seit 01.04.1989. Umfangreiche Erfahrung auf dem Gebiet der Psychotherapie, Ernährungstherapie, klinischer Hypnose und multimodaler Nachsorge von Adipositaspatienten und Begutachtung bariatrischer Maßnahmen / Therapieverfahren.